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By Jochen Vollmann

Die Beachtung der Selbstbestimmung des Patienten in der Medizin hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, wobei die Einwilligung nach Aufklärung des Kranken (Informed Consent) eine zentrale Rolle spielt. In der Psychiatrie treten beim knowledgeable Consent Probleme auf, wenn Kranke aufgrund ihrer psychischen Störung keine selbstbestimmte Entscheidung treffen können (Einwilligungsunfähigkeit). Das Buch gibt eine historische, theoretische und klinisch-empirische Übersicht zum educated Consent in der Psychiatrie. Die ethische Problematik der klinischen Behandlung und medizinischen Forschung mit nicht einwilligungsfähigen Patienten wird am Beispiel der Demenz vom Alzheimer-Typ untersucht. Dabei werden das relationale proficient Consent-Modell, Patientenverfügungen und Probleme der medizinischen Forschung diskutiert.

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9). Die Deklaration von Hawaii (1977) wurde vom Weltverband rur Psychiatrie 1983 in den Deklarationen von Wien (1983) und von Madrid (1996) weiterentwickelt. In der letztgenannten Erklärung heißt es, daß die Psychiater-Patient-Beziehung primär durch den Respekt vor dem Patient sowie durch die Sorge um sein Wohl und seine Integrität geprägt sein muß. Im therapeutischen Prozeß soll der Patient vom Psychiater als gleichberechtigter Partner akzeptiert werden, der die Möglichkeit zu freien und selbstbestimmten Entscheidungen haben müsse.

Bestimmten Versuchsprotokoll niedergelegt werden" (Art. 5). Dadurch entsteht innerhalb der Deklaration eine Spannung zwischen der grundsätzlichen Forderung nach einem Informed Consent in der medizinischen Forschung am Menschen (Art. 9) und der sehr allgemein formulierten Ausnahmeregelung (Art. 5). Medizinethiker haben den Art. 5 scharf kritisiert und berurchten ein Unterlaufen des im Nürnberger Kodex festgeschriebenen Rechtsanspruchs des Patienten bezüglich eines uneingeschränkten Informed Consents zugunsten der Wiedereinruhrung eines ärztlich-paternalistischen Beneficence-Prinzips in der klinischen Forschung.

B. durch Zwang, Drohungen oder Manipulation, eingeschränkt sein. In der amerikanischen Literatur sprich man daher auch von zwei Bedingungen für die autonome Entscheidung, einmal von "liberty", also der inneren Freiheit von kontrollierenden äußeren Faktoren, und zweitens von "agency", das heißt der Fähigkeit des Patienten zu intentionalen Entscheidungen und Handlungen. Weiterhin muß zwischen einer autonomen Person ("autonomous person") und einer autonomen Wahlentscheidung ("autonomous choice") differenziert werden.

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